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Prof. Dr.-Ing. Theodor Doll, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Unter eingefleischten Elektronikexperten existiert der bösartige Witz: „Wenn ein Bauelement nicht funktioniert, taugt es immer noch zum Sensor.“ An diesem Witz ist durchaus etwas Wahres dran: Bei der Entwicklung der Mikroelektronik wurde sehr viel Zeit und Energie in die Versiegelung und Passivierung ihrer Grenzflächen gesteckt, um das stabile Funktionieren von Bauelementen zu gewährleisten. Nun ist es so, dass Bio- und Chemosensoren diese Grenzflächen öffnen müssen und Stabilitätsprobleme auf der Tagesordnung stehen.
Neues Wissen über Grenzflächen und entsprechend angepasste Halbleitermodelle, welche die Oberflächenreaktionen mit berücksichtigen, helfen die Stabilitätseigenschaften in den Griff zu bekommen oder zumindest die Problemstellungen besser zu verstehen.
In seinem Vortrag berichtet Prof. Theodor Doll über neue Ergebnisse zu Grenzflächenmaterialien, Modellen und Schaltungskonzepten, die sich auf Bio- und Chemosensoren mit größerer Stabilität und neuem Industriepotential anwenden lassen. Beispiele von Gassensoren sowie molekularbiologische Nachweise runden den Vortrag ab.
Nach seinem Studium der Physik promovierte und habilitierte Theodor Doll in der Elektrotechnik. Er ist Professor am Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und leitet dort die Arbeitsgruppe Mikro- und Nanostrukturen. Außerdem ist er Mitgründer und Gesellschafter der in 2007 gegründeten adlantis Dortmund GmbH.
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